Anderswohin – Rixdorf

Ein böhmisches Dorf in Berlin

Visuelle Performance, gezeichnet auf einem iPad Pro

Tanz, Music, Malerei, Ohne Worte

Theater Tineola, Zabelov Group und Theater Rafael Zwischenraum

Die Inszenierung ist inspiriert von der historischen Situation im Jahre 1737, der gefährlichen und kräftezehrenden Flucht böhmischer und mährischer Protestanten nach Berlin - Rixdorf.

Die historische Situation Anfang des 18. Jahrhunderts ist von gesellschaftlichem Umbruch geprägt. Protestanten verschiedener Richtungen müssen immer wieder um das einfache Recht kämpfen, ein eigenes Leben und den eigenen Glauben zu leben. Das feudalistische Prinzip der Leibeigenschaft wird noch weitere hundert Jahre anzutreffen sein, während sich schon längst ein freier Handel entwickelt hat und sich erste Formen von Industrie zeigen.

„Woandershin - Rixdorf“ ist ein Abenteuer über das Verlassen der Heimat, getrieben vom Mangel an Freiheit; verbunden mit der Bedrohung des eigenen Lebens, aber auch der ungebrochenen Hoffnung auf ein neues und sicheres Zuhause. Doch wohin wir auch immer gehen, waren schon Menschen vor uns da. Regeln sind schon aufgestellt; Häuser erbaut; Land in Parzellen aufgeteilt und Staatsgrenzen gezogen.

Das Land ist schon besetzt, und wer immer neu ankommt, ist auf Offenheit, persönliche Verbindungen oder Freundschaft, oder schlicht auf Hilfe und Toleranz angewiesen. Dies fanden die Glaubensflüchtlinge, die Berlin im Jahr 1737 erreichten, mit Unterstützung von Friedrich-Wilhelm I in der Umgebung von Berlin und gründeten Böhmisch-Rixdorf.

In der Arbeit an unserer Inszenierung haben wir an eigene Erfahrungen, Erlebnisse und Gefühle angeknüpft. Die Spuren, die sie in uns hinterlassen haben, fließen in eine Aussage ohne Worte ein. Diese Form der Inszenierung ist typisch für unsere Arbeit - eine visuelle Aussage auf emotionaler Ebene. Das Zusammenspiel von Live-Zeichnen, Live-Musik und tänzerischem Spiel der Akteure ohne Worte, wendet sich an alle Zuschauer unabhängig von Nationalität und Sprache.

Gefördert von: Goethe Institut, Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds 2017

DRAWING IN MOTION

Ei Pad, Affe und Giraffe

iPad - Theater mit Rätseln Live Zeichnen, Masken- und Figurenspiel rund um ein Ei
OCTOBER 2017 in fiGUMA EUPEN BELGIUM
Was macht nur dieses riesige Ei auf der Bühne? Auf der großen Leinwand entstehen farbige Bilder im Einklang mit der Musik. Sie verändern und erneuern sich ständig und laden zum Raten ein. Was kommt wohl als nächstes? Vögel und Schmetterlinge erscheinen; Schildkröten und Fische …
Aber was verbirgt sich in dem Ei auf der Bühne? Wir wissen es nicht – oder doch?
Verspielt und humorvoll berührt die Inszenierung das Thema Umwelt und gibt wertvolle Anregungen für die eigene Kreativität.
Für die ganze Familie und Kinder ab 3 Jahren

Zeichnen in Bewegung

Visuelle Poesie über Menschen und Tiere

iPad / Live-Zeichnen / Schatten / Projektion Puppenspiel / Masken

Im Rhythmus der Musik entstehen die Zeichnungen direkt auf der Bühne - live vom iPad auf 3m x 4m Bildschirmfläche. 

Scheinbar ohne fremdes Zutun bewegt sich die eigentlich statische Zeichnung in Zeit und Musik. Das Bild wechselt fließend von Schwarz-Weiß in Farbe. Aus einer Landschaft entstehen Figuren, Linien überlappen, Seiten wechseln, und ein Spieler betritt das Bild. Mal als Person, mal mit Maske oder Figur, tritt er in den Dialog mit dem Bild und wird eins mit ihm. Episode für Episode zeichnet die Inszenierung einen Abriss über den Menschen - in seiner Entwicklung, seiner Kreativität und seinem Verhalten.

Kurzvideo "Drawing in Motion" - Bitte klicken Sie auf den Pfeil in der Mitte des Bildes

                                        

Puppen, Mensch und Objekte    Juli 2014 (Ausgabe 2014-1 110)
Drawing in Motion – eine Betrachtung von Kristiane Balsevicius :

So schnell wie die Bilder entstehen verändern und verflüchtigen sie sich. Die Künstlerin Michaela Bartonova sitzt an der Seite und zaubert sie mit Hilfe eines Stiftes auf ihren iPad undvon dort auf die große, leuchtende Leinwand, die den hinteren Bühnenraum ausfüllt.  Ralf Lücke, dessen schwarzer Schatten sich scharfkantig in die grafische Bewegung einfügt, und der mit den Projektionen auf dem eigenen Körper spielt,  erweitert tänzerisch- pantomimisch dasGeschehen in den Raum hinein.

 Schwungvolle Striche statten einen Paradiesvogel mit großen Federn aus, verschmelzen mitder Maske und dem Schatten des Spielers und stehen am Ende für sich. Aus Kringeln, Klecksen, Strichen und Punkten werden Meerestiere. Von kraftvollen Linien über malt, erkennen wir plötzlich kantige Bohrtürme und sehen die Fische im Netz verenden. Der Mensch darin ist Jäger,- aber auch getriebener im eckigen Panorama einer Großstadt. Die Geschöpfe, die durch das hoch technisierte iPadmit verspielter Leichtigkeit auf der Leinwand aufblühen, werden unversehens wieder gelöscht, deformiert, verwandelt. Ihre bizarre Schönheit ist flüchtig. Nichts bleibt, wie es ist.

Augen, immer wieder Augen schauen den Zuschauer an, vollenden sich durch Striche zu einer Kreatur und stehen plötzlich in der Zielscheibe. Unversehens finden auch geschriebene Worte in die Projektion. Was als traumhafter Schaffensprozess beginnt, wird schlagartig konkret: die fragile Schöpfung, die Vernichtung seltener Tiere, Jahreszahlen...

So ist der Inszenierung bei aller Leichtigkeit ein großer Ernst inne. Man folgt fasziniert den poetischen Entstehungs-Prozessen, die sich alsverblüffende szenische „Kapitel“ nach und nach aufblättern und inklangvolle Musikeinheiten gebettet sind.  Die Kompositionen von Ralf Lücke haben in ihrer Eigenheit fast kontemplativen Charakter und gehen rhythmisch Hand in Hand mit Michaela Bartonovas Zeichen-Strich. Dem Zuschauer wird viel Muße geschenkt, die eigene Phantasiespielen zu lassen und seine Nachdenklichkeit zu entfalten.

Sehenswert! 

Kurzvideo 2013 - Bitte klicken Sie auf den Pfeil in der Mitte des Bildes:

 

Die Produktion:

TINEOLA THEATER, Theater Rafael Zwischenraum

  • Idee: Michaela Bartonová

  • Storyboard: Michaela Bartonová, Ralf Lücke

  • Musik: Ralf Lücke

  • Regie: Mark Pitman

  • Choreographie: Tereza Indráková

  • Darsteller: Ralf Lücke

  • Zeichnen und Malen am iPad: Michaela Bartonová

Ermutigung und technische Unterstützung: Paper 53

  Gefördert durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds


Ei Pad, Affe und Giraffe

iPad - Theater mit Rätseln
Live Zeichnen, Masken- und Figurenspiel rund um ein Ei

Was macht nur dieses riesige Ei auf der Bühne? Auf der großen Leinwand entstehen farbige Bilder im Einklang mit der Musik. Sie verändern und erneuern sich ständig und laden zum Raten ein. Was kommt wohl als nächstes? Vögel und Schmetterlinge erscheinen; Schildkröten und Fische …
Aber was verbirgt sich in dem Ei auf der Bühne? Wir wissen es nicht – oder doch?
Verspielt und humorvoll berührt die Inszenierung das Thema Umwelt und gibt wertvolle Anregungen für die eigene Kreativität.
Für die ganze Familie und Kinder ab 3 Jahren